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Regelmäßiges Laufen verlängert das Leben (doch!)

Kolumne Dr. Ertan Dogu
Sommer 2012
22. Juni 2012

Regelmäßiges Laufen verlängert das Leben (doch!)

Dass regelmäßiges Laufen die Herzgesundheit fördert, ist seit längerem bekannt. Nun haben Studienauswertungen einen weiteren positiven Effekt belegen können: Die Lebenserwartung von Männern und Frauen, die regelmäßig laufen, verlängert sich um rund sechs Jahre.
Bisher gab es keine überzeugenden Studien, die belegten, das regelmäßiger Sport eine Lebensverlängerung ermöglicht. Es war bekannt, dass Sportler eine höhere Lebensqualität aufweisen als Nicht-Sportler, aber signifikant länger lebten sie nach den vorliegenden Daten nicht.
In der „Copenhagen Heart City Studie“ wurde die Sterblichkeit von Menschen, die in kontinuierlichen Abständen joggten, verglichen mit dem Durchschnitt der Bevölkerung. Die Studie lief 35 Jahre. Unter diesem Aspekt ausgewertet wurden die Daten von 1.016 männlichen und 762 weiblichen Läufern. Dabei gaben die Probanden an, wie viel Zeit sie jede Woche liefen und in welchem Tempo – langsam, mittel oder schnell.
Das Ergebnis ist beeindruckend klar: Wer ein bis zweieinhalb Stunden wöchentlich lief - verteilt auf zwei bis drei Einheiten – dessen Lebenszeit verlängerte sich am deutlichsten. Als besonders gesundheitsfördernd erwies sich das mittlere Tempo. In dieser Gruppe reduzierte sich die Sterblichkeitsrate um 44 Prozent. Männer wurden im Schnitt 6,2 Jahre älter, Frauen 5,6 Jahre. Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen regelmäßigem Training und Sterblichkeit.
Interessant ist die Aussage, dass mit relativ wenig Aufwand ein so gutes Ergebnis zu erreichen war. Sportliche Betätigung darüber hinaus führte zu keiner weiteren Zunahme der Lebenserwartung. Ein bleibender Trainingseffekt bzw. Muskelaufbau ist nach allgemeiner Auffassung durch dreimaliges Laufen pro Woche zu erreichen bzw. aufrecht zu erhalten. Dies sollte Ansporn sein, auch kürzere Strecken zu laufen, Hauptsache regelmäßig.




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