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Es ging viel, und gelaufen wurde auch
Man musste in den vergangenen Tagen befürchten, dass der 3. swb-Marathon unter einer Wolkendecke verschwindet oder gar im Dauerregen versinkt. Tatsächlich ließ sich die Sonne selten blicken am heutigen Morgen, und das ein oder andere Nieselschauer gab es auch. Aber Schaden nahm die Veranstaltung nicht. Stellvertretend für die rund 4000 Läufer auf der Strecke meinte Marathon-Sieger Rolf Schwabe (VfB Fallersleben): „Das Bremer Publikum war klasse, ich würde gern wiederkommen, nachdem ich so spitze unterstützt wurde.“ Es waren nicht die 40000 tausend Zuschauer an der Strecke wie in den Vorjahren, knapp 25000 dürften es jedoch gewesen sein. Wer an die Strecke gekommen war, sorgte für eine einmalige Stimmung auf den Bremer Straßen. Das Wetter spielte angesichts dieser Szenerie allenfalls eine Nebenrolle. Nicht zuletzt die elf an der Strecke platzierten DJs kamen gut an bei Läufern und Zuschauern.
Am Morgen hatte Organisationsleiter Utz Bertschy noch sehr zufrieden auf die Anmeldezahlen geblickt: „Wir haben eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.“ Aus den rund 3800 Anmeldungen des Vorjahres wurden 4600. Dass am Ende doch nur rund 4000 Läufer auf die drei Strecken gingen, erklärt Bertschy mit einer natürlichen Ausfallquote: „15 Prozent Nichtantritte sind normal für eine Veranstaltung dieser Größe.“ Rolf Schwabe war dabei, und er gewann letztlich souverän in 2:34:05 std. vor Martin Butzlaff (VLG Magdeburg, 2:37:25 std.) und dem Bremer Rainer Koschke (Triathlöwen, 2:37:31 std.). Bei den Frauen machte Inga Ruhl (TSV Kirchdorf) in starken 2:48:03 das Rennen vor Dorothea Grupp (Team Leosport, 2:53:13 std.).
Auf der Halbmarathonstrecke war Marcus Pingpank (TSV Kirchdorf, 1:10:21 std.) nicht von Bennet Pankow (TSG Bergedorf, 1:10:53 std.) zu schlagen, während die Frauen in Carolin Schiff (Road Runners Bremen, 1:28:16 std.) ebenfalls eine souveräne Siegerin stellten. Die 10-Kilometer standen schließlich ganz im Zeichen der Bremer Athleten: Hier lag Stephan Immenga (Uni Bremen, 31:56 min.) bei den Männern vor Marek Jaskolka (SG Findorff, 32:28 min.), während Rebecca Weise-Jung (LGN, 39:17 min.) das Rennen der Frauen vor der Bremer Sportlerin des Jahres, Jonna Tilgner (BLT, 40:43 min.), machte.
„Wir bemerken – trotz des sehr bescheidenen Wetters am heutigen Tage – dass der swb-Marathon immer mehr zu einem Teil dieser Stadt wird“, zog Utz Bertschy also ein positives Fazit. Doch ganz ohne Stress blieb auch die dritte Ausgabe der Veranstaltung nicht: Rund 100 PKW mussten in der Nacht zum Sonntag abgeschleppt werden, da sie im Halteverbot auf der Strecke standen. Und dann war da noch die Sache mit der Kleiderbeutelausgabe. Weil sich dort längere Wartezeiten ergaben, musste sogar der Start des Halbmarathons um zehn Minuten verschoben werden. Der Grund war ein personeller Engpass, der sich unvermutet am frühen Sonntag Morgen eingestellt hatte. Herwig Renkwitz, sportlicher Leiter: „Das ärgert mich sehr. Aber leider wurden wir von einer Berufschulklasse hängen gelassen, die geschlossen nicht zum Helferdienst angetreten war. So fehlten uns 15 Kräfte.“
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