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„Wir machen seit Jahren eine gute Veranstaltung“
Er ist derzeit beinahe täglich auf der Strecke, um am Sonntag nicht durch unvorhergesehene Ereignisse überrascht zu werden: Herwig Renkwitz, sportlicher Leiter des swb-Marathons, hat gut zu tun in diesen Tagen. Trotzdem gab er noch einmal Auskunft über seine Sicht der Dinge.
Herr Renkwitz, mit rund 4800 Voranmeldungen stellte der swb-Marathon einen neuen Rekord auf. Wie erklären Sie diesen Zuwachs von rund 30 Prozent?
Wir machen seit Jahren eine gute Veranstaltung, eventuell hat sich auch ausgewirkt, dass diesmal zwei Wochen zwischen Berlin und dem swb-Marathon liegen.
Also sind die Rekordzahlen nicht zurückzuführen auf den neuen MILRAM-Frühstückslauf?
Nein, der Frühstückslauf wird erst in frühestens drei Jahren zu Buche schlagen. So eine Neuerung muss sich erst einmal rumsprechen und angenommen werden. In den 4800 Meldungen waren gerade 60 vom Frühstückslauf enthalten.
Die Strecke wurde an einigen Punkten geändert. Warum?
Die Überseestadt wird langsam attraktiver, und somit ist es auch für unsere Strecke eine Qualitätsverbesserung. Dann können wir leider nicht durch das Stadion wegen des Umbaus. Dies ist ein Verlust, den wir allerdings nur in diesem Jahr verkraften müssen. Die 10-Kilometerstrecke ist nun zu 90% auf der Marathonstrecke. Damit kommen wir der Bitte vieler Läufer nach, auf diesem Streckenbereich laufen zu können. Allerdings ist diese Strecke nicht mehr so flach und schnell wie die alte Strecke.
Was versprechen Sie sich von den Änderungen in der Überseestadt?
Zuerst einmal hoffe ich, dass auch in der Politik gesehen wird, dass wir auch gern die neuen Ecken der Stadt präsentieren möchten. Ich habe den Eindruck, dass der Marathon noch nicht so werbewirksam für die Stadt gesehen wird, wie er eigentlich ist. Desweiteren ist es natürlich für die Läufer schön und besser, in einem Gebiet laufen zu dürfen, was nicht so trostlos ist wie an der Muggenburg
AOK-Halbmarathon ist beliebteste Strecke - ein Trend?
Ja, dieser Trend ist in der ganzem Welt zu sehen. Erstens ist die Strecke des Halbmarathons nicht so zeitintensiv im Training, zweitens sind Marathonläufer sogenannte Städte-Touristen. Viele absolvieren im Jahr nur zwei Marathonläufe und diese nicht immer nur bei dem einen oder anderen. Sie wandern halt viel. Dies zeigen auch unsere Zahlen. In den ersten vier Jahren hatten wir 108 Läufer die alle vier Läufe absolviert haben. Die anderen kommen allerdings gern wieder zu unserer Veranstaltung und laufen dann den AOK-Halbmarathon oder auch nur die 10-Kilometer der Deutschen Bank. Man kann allerdings auch sagen, dass wir uns gegen den Trend entwickeln. Es gibt in Deutschland nur wenige Veranstaltungen die auf Zuwächse in diesem Teilnehmerfeld des Marathons verweisen können. Wir gehören dazu. Darin spiegelt dann wiederum die gute Qualität unserer Veranstaltung. Es spricht sich im Läuferkreisen sehr schnell herum, ob es eine gute Veranstaltung ist, und das können wir von uns behaupten. Wir haben in den vergangenen
vier Jahren ein super Fundament erstellt, auf dem man in den nächsten Jahren aufbauen kann.
Nun haben Sie fast ein Jahr Vorbereitung hinter sich, und dann ist Sonntag Nachmittag alles vorbei. Was wird bleiben?
An dieser Stelle fallen mit sofort die vielen ehrenamtlichen Helfer und Partner wie das THW, Elrond, die Johanniter und nicht zuletzt der Landessportbund ein. Bei allen möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken. Ohne ihre Unterstützung wäre es nicht möglich, die Veranstaltung durchzuführen. Außerdem freue mich über das Vertrauen, das uns von den Sponsoren in den vergangen Jahren entgegengebracht wurde. Von diesem Kuchen möchten wir natürlich gern etwas zurück geben, und dabei sollten wir nie die schwachen in unserer Gesellschaft vergessen. Schon allein deswegen freue ich mich, dass wir immer wieder karikative Einrichtungen unterstützen können. In diesem Jahr laufen die Special Olympics im Rahmen unseres Frühstücklaufes mit, und in den letzten Jahren hat sich mit dem Verein Mukoviszidose eine enge Partnerschaft aufgebaut. Gern unterstützen wir die Engel mit dem Slogan ,, Es darf kein Kind mehr an Mukoviszidose sterben‘‘.
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